Von der Rebe bis zur Flasche - Teil 2

Von der Rebe bis zur Flasche - Teil 2

Die Lese

Der spannendste Moment für den Winzer ist die Lesezeit. Hier entscheidet sich, ob die ganze Mühe zur Pflege des Weinbergs mit einem erfolgreichen Wein belohnt wird. Der Winzer entscheidet, wann ein Wein reif für die Lese ist. Hierbei achtet er auf Rebsorte und Witterung. Er schätzt das Wetterrisiko ein und plant, wann er welchen Wein keltern will. Keltern heißt "mit den Füßen treten" und stammt vom Lateinischen "calcare". Es bezeichnet aber auch die Presse und den Raum, in dem sie steht. Somit kann man sagen, dass unter "keltern von Wein" die Weinherstellung im Allgemeinen bezeichnet wird. Je länger die Pflanze Zeit hat die Trauben zu versorgen, desto besser wird der Wein. Allerdings können Frost und eine lange Regenperiode die Lese beeinträchtigen.

Jetzt stellt sich noch die Frage, ob per Hand oder maschinell geerntet werden soll. Die Handarbeit ermöglicht eine genaue Selektion, wobei nur die reifen Trauben abgeschnitten werden. Die faulen Beeren können direkt aus der Traube herausgeschnitten werden. Diese Methode ist aber ziemlich teuer, da der Leser manchmal mehrere Tage durch die Weinberge gehen muss. Eine Erntemaschine spart hingegen Zeit und Geld. Hier werden die Trauben durch Vibration herab gerüttelt und aufgefangen. Bei korrekter Einstellung des Vollernters ist diese Art zu ernten durchaus schonend, und bedeutet kaum eine Qualitätsminderung.

Die Arbeit im Kelterhaus

Aus 🍇 Trauben wird Most

Im Kelterhaus wird nun das Lesegut in einer Weinpresse oder einer großen Anlage einer Winzergenossenschaft weiterverarbeitet. Ziel ist es, den Saft von den festen Bestandteilen zu trennen.

Entrappen

Entrappen oder Abbeeren bezeichnet das Entfernen der Stiele. Dieser Arbeitsschritt ist sehr wichtig, da die Stiele viel Gerbstoff enthalten, welcher sich im späteren Wein unangenehm bemerkbar machen würde. Ein Wein mit zu viel Gerbstoffgehalt schmeckt bitter und hart, und hinterlässt ein trockenes Gefühl im Mund.

Die Maische

Nun werden die Trauben gemahlen. Hier entsteht ein Brei aus Fruchtfleisch und Kernen, welcher Maische genannt wird. Die Wege zwischen Rot- und Weißwein-Herstellung trennen sich in diesem Stadium. Während die Maische der weißen Trauben sofort abgepresst wird und die Gärung im Fass erfolgt, ist hingegen bei Rotwein die Gärung der Maische unbedingt nötig. Hierbei wird der rote Farbstoff aus den Beerenschalen gelöst und gibt dem Rotwein so seine rote Farbe, und der Rosé wird rosarot. Die Farbintensität des Weines hängt von der Länge der Maischgärung und auch der Traubensorte ab.

Die Gärung/Fermentierung

Bei diesem Arbeitsschritt der Weinherstellung wird der zuckerhaltige Traubensaft verändert. Dieser Prozess wird durch Hefe in Gang gesetzt, welche von Natur aus auf den Beerenschalen sitzt. Heutzutage wird häufig Reinzuchthefe zugesetzt, um den Verlauf optimal zu gestalten. Hierbei wird der in den Trauben enthaltene Zucker in Kohlendioxid und Alkohol umgewandelt. Nach der Gärung erfolgt je nach Art des Weines, die sehr unterschiedlich lange und individuelle Reifung in großen Holzfässern, Barriques oder Stahltanks.

Klärung / Stabilisierung

Bei der Weinherstellung ist der Schritt der Klärung bzw. Stabilisierung essenziell. Sie sorgt dafür, dass der Wein von Schwebeteilchen befreit wird. So wird die "Reinheit" gewonnen. Damit sich der Wein stabilisieren und setzen kann, füllt man den vergorenen Traubensaft bei der Klärung kühl in neue Tanks um. Somit setzt sich überschüssige Weinsäure als Weinstein auf dem Boden ab. Der Winzer setzt Bentonit ein, um noch restliche Proteine aus dem Wein zu filtern. Mithilfe der Tonerde setzten sich diese ab und lassen den Wein bei höheren Temperaturen nicht gerinnen. Der Wein ist nun am Ende der Klärung und Stabilisierung idealerweise frei von Trübungen, Schlieren und enthält keine Bestandteile, die eine ungewünschte Veränderung, wie beispielsweise eine Nachgärung bewirken.

November

Wenn im November die letzten Blätter abgefallen sind, wird es im Weinberg ruhiger und die Rebe verfällt in den Winterschlaf.

Dezember

Nun, da der Weinberg ruht, wird der Winzer zum Kellermeister. Seine Aufgabe ist es jetzt, das Beste aus diesen Trauben "herauszukitzeln". Während die jungen Weine im Weinkeller reifen, müssen die Arbeitsgeräte gewartet und gepflegt werden.

Das Abfüllen

Der nun geklärte Wein ist nach etwa vier bis neun Monaten voller Ruhe vollständig aufbereitet und hat durch die Reifung sein volles Aroma entfaltet. Jetzt erfolgt die Abfüllung des Weines in geeignete Flaschen. Die meisten Winzer haben hierfür eine halb- oder vollautomatische Abfüllanlage, welche große Stückzahlen produzieren kann. Soll der Wein noch etwas nachreifen, muss der Winzer darauf achten atmungsaktive Korken zu verwenden. Hierfür eignen sich aus einem Stück gestanzte Naturkorken. So kann man Wein mehrere Jahre reifen lassen.

Tipps für eine perfekte Weinverkostung mit deinen Freunden oder der Familie 🍷

Sehen, riechen und anschließend schmecken. Um das volle Geschmackserlebnis zu erfahren, ist jeder einzelne Schritt bei der Weinverkostung unerlässlich.

Weinverkostung auf nüchternem Magen

Um eine Weinverkostung mit all deinen Sinnen zu erfahren, ist es ratsam auf ein paar Dinge zu achten. Um deinen Geschmackssinn optimal auf die Weinprobe vorzubereiten, empfiehlt es sich diese auf nüchternem Magen durchzuführen. Ist die Verkostung allerdings erst für den Abend geplant, sollte man nicht den ganzen Tag hungern, da auch ein knurrender Magen den Geschmackssinn abstumpfen kann.

Die richtige Reihenfolge ist entscheidend

Man sollte auch darauf achten, die Weine in der richtigen Reihenfolge zu kosten. Hierbei gilt: Weißweine werden vor Rotweinen probiert und leichte Weine vor schweren. Ebenso sollten günstigere Weine vor den hochpreisigen und junge Weine vor älteren probiert werden.

Auch bei einer privaten Weinprobe mit der besten Freundin sollte man das Glas nicht zu voll einschenken. Ebenso könnte man den Wein nach der Verkostung in einen dafür vorgesehenen Behälter ausspucken. Dadurch können die Aromen der einzelnen Weine besser rausgeschmeckt werden und man behält einen klaren Kopf.

 

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Viel Spaß bei deiner nächsten Weinprobe! 

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